Einfach erklärt: Wie startet man mit dem Programmieren lernen?

Wenn du diesen Artikel gerade liest, nutzt du gerade ein Computerprogramm. Oft bekommen ich die Frage: Wie fängt man das Programmieren lernen an? Wie man startet, lernst du in diesem Artikel.

Einen Computer programmieren

Alle Computerteile, die man anfassen kann (und manchmal treten und werfen könnte), nennt man Hardware. Auf deinem Computer laufen Programme, die du benutzt. Du benutzt zum Beispiel grade einen Browser oder eine App. Diese Programme sind im Computer gespeichert und nennen sich deshalb Software. Software, weil man diese nicht anfassen kann. Auch wenn uns manchmal die Software dazu verleitet, die Hardware zu verfluchen. Du möchtest programmieren lernen, dass bedeutet du möchtest lernen, wie man Software entwickelt. Was programmieren eigentlich ist behandeln wir in einem anderen Artikel.

Was kann man programmieren?

Um programmieren lernen zu können, ist es gut zu wissen, was man später eigentlich programmieren möchte. Aus dem Grund sollten wir einmal durchgehen, was man alles programmieren kann. Apps sind Computerprogramme für mobile Geräte. Eigentlich ist der Begriff App nur eine Abkürzung für Application, also Anwendung. Das besondere Merkmal bei Apps ist, dass man diese über einen AppStore installieren oder kaufen kann und diese dann auf deinem Mobilgerät zur Verfügung stehen. Webseiten und Webanwendungen sind Programme, die über einen modernen Browser ausgeführt werden können. Browser haben mittlerweile soviel Funktionalität, dass darüber ganze Programme über das Internet bereitgestellt werden können. Videospiele sind seit der Erfindung der Computer beliebt. Wo man früher noch Pixel hin und herschubste, gibt es heute realistische Grafikaction. Aber auch Minispiele, die von Anfängern programmiert werden können, sind bis heute beliebt. Desktopanwendungen sind Programme, die man z.B. auf einem Notebook ausführt. Das sind meist Werkzeuge mit einer Oberfläche, die du zum täglichen Arbeiten brauchst. Aber auch Kommandozeilenprogramme und Skripte gehören dazu und besonders Programmierer nutzen diese intensiv. Serverprogramme werden oft als das Backend von Webseiten genannt. Immer wenn deine Programme Daten aus dem Internet benötigen, muss dein Programm mit einem Server Informationen austauschen. Ein weiterer Bereich ist die Hardwareprogrammierung, z.B mit einem Raspberry Pi. Mit diesem Minicomputer kann man Dinge wie Motoren, Lämpchen und Schalter anschließen und programmieren. Interessant ist, dass man je nach dem was man damit programmieren will, alles mit einer Programmiersprache programmieren kann. Welche Sprache ich dafür verwende, erfährst du am Ende des Artikels.

Das erste was man lernt

Egal was man davon eigentlich programmieren will, muss man mindestens ein Werkzeug beherrschen. Und das ist die Programmiersprache.
Die heutigen Programmiersprachen arbeiten alle nach einem ähnlichen Schema und haben gleiche Grundelemente. Wenn du diese Grundelemente erlernt und genug Erfahrung damit gesammelt hast, dann kannst du relativ einfach auf eine andere Programmiersprache umsteigen. Welche Programmiersprache man als erstes beim lernen wählt, ist grundsätzlich egal. Jeder Programmierer hat da so seine Leiblingserstprogrammiersprache und wird sie dir vorschlagen. Was du bei der Wahl der Programmiersprache beachten solltest, erfährst du in einem separaten Artikel, denn hier geht es direkt weiter.

Was man noch lernen sollte

Das erste was jeder Programmieranfänger meistens lernt, ist dass er eine Programmiersprache erlernen muss. Dabei ist die Programmiersprache nur ein Werkzeug. Das Problem dabei ist folgendes: Man bringt dir bei, einen Hammer zu benutzen und verlangt dann von dir, dass du mit dem Wissen nun ein eigenes Haus bauen kannst. Würdest du nicht schaffen, oder? Genau deswegen scheitern viele am Anfang. Da fehlen nämlich noch ein paar Dinge, die man noch wissen sollte, bevor man ein Haus bauen kann. Mit dem Werkzeug Programmiersprache alleine kann man noch keine Programme entwerfen. Man muss schon zusätzlich lernen welche Denk- und Planungsarbeit man dabei zutun hat. Oder einfach gesagt: Man muss lernen, wie man Probleme und Aufgaben logisch löst. Hört sich kompliziert an? Das ist es manchmal auch: Um so wichtiger ist es diese Fähigkeit zu erlernen. Was würdest du tun, wenn dein Programm einen Fehlercode 42 schmeißt und nicht das tut was du willst? Das wird dir beim Programmieren täglich passieren. Ausserdem wirst du fast täglich Aufgaben lösen wie: Erstelle eine Funktion, die bestimmte Daten annimmt und in das Standardformat konvertiert, damit deine App bestimmte Informationen anzeigen kann. Das bekommt man nur hin, wenn man denkt wie ein Programmierer.

Die Erfahrung zählt

Man lernt also ein paar Werkzeuge kennen, die Art und Weise, wie man Denken muss und fertig ist der Programmierer. Auch wenn das ganze so einfach klingt: Das ganze Wissen welches man sich aneignet, will auch immer zum passenden Zeitpunkt verwenden werden und das lernt man nur durch das Sammeln von Erfahrung. Kleine Problem lösen, fremden Programmcode lesen und immer größer werdende Projekte ausprobieren. Wie lange so etwas dauern kann, habe ich in einem anderen Artikel bereits erzählt. Nicht umsonst gibt es den Spruch: Programmieren lernen ist einfach – Programmierung zu beherrschen ist die Herausforderung.

Das Lehrmaterial

Um so wichtiger ist das Lehrmaterial welches du zum lernen verwenden solltest. Je nachdem was du für ein Lerntyp bist, bietet es sich an mit Büchern, Videos oder einem Lehrer zu lernen. Hier bestimmt natürlich der Geldbeutel letztendlich was du für Lehrmaterial verwendest. Von kostenlosen Angeboten für Kinder bis hin zu Livekursen die mehrere tausend Euro kosten können gibt es unzählige Möglichkeiten Programmieren zu lernen. Wichtig ist, dass dir die Theorie so verständlich wie nur möglich vermittelt wird und du viel Praxis erlernen kannst. Ideal ist eine Mischung aus allem, denn so kommst du am schnellsten voran. Dann kannst du selbst entscheiden ob du dir ein Thema im Video kurz anschaust, danach die passende Aufgabe löst und bei Bedarf im Buch nachschlägst. Und wenn alle Stricke reißen, ist dein Lehrer nur eine Nachricht weit entfernt. Hast du zum Schluss die Möglichkeit in Beispielprogramme reinzuschauen und darfst diese für eigene Zwecke anpassen und verteilen, kannst du in kurzer Zeit viel Erfahrung sammeln und kommst deinem Ziel noch schneller näher.

Fazit und Abkürzung

Damit du nun nicht lange suchen musst, schlage ich vor, du testest einfach den Einsteigerkurs von lerneprogrammieren.de. Dort lernst du Programmieren, so wie ich es gerne damals gelernt hätte und zwar mit der Sprache JavaScript. Das ist auch die Sprache von der ich vorhin gesprochen hatte. Hat dir dieser Artikel gefallen, dann teile ihn mit deinen Freuden, wenn du Fragen oder Anmerkungen hast, dann kommentiere einfach oder schreibe mir eine E-Mail.
Und jetzt bist du dran, lerne Programmieren!
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