Richtig programmieren lernen: Warum alle Tutorials und Kurse mit Hallo Welt anfangen und worauf du achten solltest

programmieren lernen warum alle mit hallo welt anfangenEs gibt eine so große Informationsmenge im Internet zum Programmieren lernen, dass man als Anfänger oft nicht weiß, welches von den ganzen Tutorials, Kursen und Büchern man eigentlich nehmen soll. Wenn Programmieren lernen doch so einfach ist, wieso gibt es dann so viele unterschiedliche Anbieter? Ich selbst habe in meiner Lernphase und auch heute noch (man lernt nie aus) immer wieder diverses Material zum Programmieren lernen und bestimmten Softwaretechnologien durchgearbeitet. Die inhaltlichen und qualitativen Unterschiede sind sehr breit gestreut und für mich teilweise sogar erschreckend gewesen. Meine schlimmste Erfahrung war immer die, wenn ich mit in einem Kurs oder ein Tutorial war und dann merken musste, dass ich nach dem Durcharbeiten nicht mit meinem Projekt starten konnte, weil mir noch dieses oder jenes Wissen fehlte. Zeitverschwendung und die notwendige Menge an Inhalten haben meine Lernerfahrung ziemlich erschwert. Du sollst nicht in der gleichen Falle landen, wie ich damals: Denn unter den vielen Angeboten gibt es sie, die Kurse, die perfekt auf dich und deine Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Ich möchte dir kurz erklären, welche Unterschiede diese Angebote haben und worauf du achten solltest, wenn du überlegst ein kostenloses oder gar kostenpflichtiges Angebot in Anspruch zu nehmen. Damit sollst du möglichst das beste Lernerlebnis haben und deine Idee bald umsetzen können.

Zielgruppe – Anfänger, Umsteiger oder Techniker?

Eigentlich kein Wunder: Die Auswahl des Materials hängt erstmal von dir ab. Du solltest zunächst einmal wissen welches Vorwissen du bereits mitbringst. Hast du bereits schon mal eigenständig programmiert? Oder hast du bisher keine Berührungspunkte damit? Von deinem Vorwissen hängt bereits ab welches Lernmaterial sich für dich eignet. Denn je nach Erfahrungslevel kannst du schon eher technische Kurse belegen, welche die Grundlagen nur noch kurz durchgehen. Aber als Anfänger oder Einsteiger, kannst du dabei schon ziemlich angehangen werden.
Ist ein Kurs wirklich für Anfänger geeignet oder steht das nur auf der Verpackung? Bevor du ein Tutorial oder einen Kurs anfängst solltest du dich versichern, dass der Kurs auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Wie kann man das Überprüfen? Es sollte eine Art Schnupperkurs oder kostenloses Tutorial geben, welches einen Einblick aus dem Kurs mitbringt.  Dort solltest du bereits deinen ersten Lernerfolg feiern können, zum Beispiel in dem du bereits etwas kleines Programmieren konntest.  Bleibt dieser Lernerfolg im kostenlosen Bereich aus, solltest du kritisch hinterfragen, warum das so ist. Eventuell ist das geforderte Vorwissen zu hoch angesetzt, auch wenn „Für Anfänger“ und „Programmieren lernen“ dran steht. Gibt es kein kostenloses Lernmaterial vorab? Bevor du da die Katze im Sack kaufst, gebe ich dir folgenden Tipp: Schau doch mal in die Kursübersicht des Materials. Wenigstens das sollte man vorher einsehen können, ohne dass man sich registrieren muss. Dort wirst du eventuell Begriffe sehen, mit denen du nichts anfangen kannst. Werden diese Begriffe kurz erläutert? Oder ist es eine reine Auflistung? Du solltest zumindest etwas mit den Begriffen und Erläuterungen etwas anfangen können. Falls du gar nichts mit der Übersicht anfangen kannst solltest du überlegen, ob du bereits genug Vorwissen hast. Die Konsequenz ist im schlimmsten Fall, dass du die gezeigten Beispiele einfach nur abtippst, anstatt diese zu verstehen. Auf diese Art kann es sehr lange dauern Programmieren zu lernen, denn du lernst nicht, wie du die Grundlagen auf eigenen Problemlösungen anwenden kannst.

 

Warum alle Tutorials mit Hallo-Welt anfangen und was du erwarten solltest.

Mein Lieblingsbeispiel, das „Hallo Welt“-Programm möchte ich dir kurz beschreiben, denn in fast jedem Kurs und Tutorial findet man dieses Start-Programm. Wenn du ein Hallo-Welt-Programm schreibst und ausführst, dann macht dieses nicht mehr als „Hallo Welt“ auf dem Monitor auszugeben. Dieses Programm zeigt dir eigentlich NUR, dass alle deine Programme zum Programmieren und Entwickeln ordnungsgemäß funktionieren. Wenn dein Hallo Welt-Programm funktioniert, dann fängt das Programmieren lernen erst an. Ich vergleiche das mal kurz mit dem Autofahren lernen in der Fahrschule. Wenn du das erste Mal in einem Auto sitzt und den Motor startest, ist das quasi dein „Hallo Welt“-Programm. Du startest den Motor und das Auto ist bereit zum losfahren. Nur weil du den Motor starten kannst, heißt das noch lange nicht, dass du nun im Straßenverkehr und mit der restlichen Technik des Autos  klarkommen wirst. Ein Kurs sollte dir eigentlich im Vorfeld (also im Idealfall schon kostenlos), eine Anleitung geben, wie du die Voraussetzungen schaffst um deinen Computer startklar zum Programmieren zu machen.
Dazu kommt noch eine weitere Komponente, denn spätestens dort musst du dich für eine Programmiersprache entscheiden und ich sage es direkt: Es gibt keine beste und einfachste Programmiersprache. Die heutigen modernen eingesetzten Programmiersprachen basieren auf denselben Prinzipien und Grundlagen. Es gibt definitiv Unterschiede, aber je nach Vorwissen, sind diese noch nicht wichtig für dich. Wenn du von 0 an startest, willst du erstmal die Grundlagen verstehen bevor du dich mit den Details auseinandersetzt. Wenn es also um die Auswahl der Programmiersprache und damit letztendlich auch um den Kurs geht, kannst du darauf achten, wie einfach es ist, dein Hallo Welt Programm startklar zu machen.
Jede Programmiersprache hat ihren eigenen Einsatzzweck, das heißt du wählst die Programmiersprache danach was du nach dem Lernen programmieren willst. Ideal ist, wenn die erste Programmiersprache möglichst für viele Einsatzzwecke verwendet werden kann, denn dann kannst du viele Erfahrungen mit deiner ersten gelernten Sprache machen und bekommst schon viele Ergebnisse damit. Irgendwann stößt du definitiv an die Grenzen der ersten Programmiersprache und musst irgendwann auf eine andere Programmiersprache wechseln. Wenn man mit der ersten Programmiersprache allerdings bereits sehr viel programmieren kann, kannst du deinen Umstieg verzögern.  Und damit wären wir beim nächsten Thema: Die Dauer zum Programmieren lernen, ich gebe dir mal einen Satz zum kritischen Hinterfragen: Von 0 zum Profi in 30 Tagen. Egal ob es hier um Programmieren oder etwas anderes geht, ist es realistisch für dich? Sicherlich kann man in 30 Tagen viele Erfahrungen machen und sehr viel lernen. Aber wenn jeder in 30 Tagen zum Profi werden kann, würden Unternehmen heute Probleme haben um professionelle Programmierer zu finden? In 30 Tagen wird man nicht zum Profi-Software Entwickler, selbst in 300 Tagen würde ich das bezweifeln. Aber das schöne ist, je nachdem was du mit dem Programmieren anfangen willst, musst du gar kein Profi werden. Die Grundlagen zu erlernen und anwenden zu können ist sicherlich in ein paar Wochen möglich, die tatsächliche Dauer hängt aber unter anderen von deiner eigenen Lerngeschwindigkeit ab. Also Vorsicht bei Zeitangaben in Programmierkursen, diese sind lediglich eine Zeitschätzung und können gewaltig daneben liegen.
Zu all diesen Punkten kommt noch die eigene Erwartungshaltung dazu. Du lernst programmieren, weil du eine bestimmte Idee im Kopf hast, die du gerne umsetzen möchtest. Oder du möchtest die Technik hinter Software verstehen. Egal welche Motivation du hast, du willst am Ende eines Kurses ein konkretes Ergebnis sehen. Wenn du Programmieren lernen willst, kannst du nicht erwarten, nach einem Kurs oder Tutorial ALLES über das Programmieren zu wissen. Dafür gibt es ganze Studiengänge. Aus dem Grund solltest du ganz gründlich prüfen, welches konkrete Ergebnis du nach einem Kurs/Tutorial erwarten kannst. Insbesondere bevor du Geld ausgibst oder viele Arbeitsstunden investierst.

Programmieren lernen – Was ist das konkrete Lernziel?

Im Abschnitt vorher habe ich es bereits angesprochen. Programmieren ist zu komplex, das man es mit einem Kurs vollumfänglich verstehen kann. Man muss sich auf ein Thema konzentrieren und dabei hilft es sich den Weg so einfach wie nur möglich zu machen. Das erste was hilft ist die eigene Idee zu nehmen. Du verfolgst ein bestimmtes Ziel welches du mit dem Programmieren erreichen willst. Nur wenige Leute lernen Programmieren, weil sie sich für das Programmieren selbst interessieren. Das Programmieren ist nur Mittel zum Zweck, auch wenn es ziemlich interessant und spannend sein kann. Das Lernziel sollte sein, der Umsetzung deiner Idee näher zu kommen und das so spezifisch wie es nur geht. Wenn du ein Videospiel schreiben willst, solltest du im Kurs nach Erlernen der Grundlagen ein Videospiel schreiben können. Dir sollte nicht nur das Programmieren an sich beigebracht werden, sondern wie du es einsetzt um deine Idee umsetzen zu können. Was bringt es dir, wenn du weißt wie man einen Hammer benutzt, aber ihn nicht einsetzen kannst, weil du nicht weißt wie man ein Haus baut? Wie kannst du prüfen, ob nun der Kurs, der dir gefällt, dich näher an dein Ziel bringt? Wenn es nicht bereits in der Kursbeschreibung steht, dann kontaktiere einfach denjenigen, der den Kurs zu Verfügung stellt. Frage einfach nach ob man nach dem Kurs  x oder y umsetzen kann. Du hast dann eine belastbare Aussage. Leider gibt es leere Versprechungen bei Kursen, denn „Programmieren lernen“ ist so breit, dass man das quasi auf jedes Buch, Video und Tutorial einfach draufschreiben kann. Programmieren lernen als Versprechung, reicht nicht aus, du solltest vorher wissen was du konkret lernen wirst. Einfache Faustregel: Ist das Versprechen realistisch? Wenn dir ein Tutorial verspricht: „Programmieren lernen und das nächste Facebook bauen“ solltest du hinterfragen ob das tatsächlich realistisch ist.

Die Kunst, Programmieren zu lehren

Das Schreiben von Computerprogrammen unterscheidet sich ganz enorm vom davon, wie man jemanden beibringt Computerprogramme zu Schreiben. Das ein Programmierer noch lange kein guter Programmierlehrer sein muss, darauf gehe ich später nochmal ein. Worum es hier geht, ist die Art und Weise wie der Kursinhalt gestaltet ist. Da du ja bereits eine kostenlose Vorschau des Tutorials zur Verfügung hast, kannst du schnell erkennen wie die Erklärungen der teilweise komplexen Zusammenhänge gestaltet sind. Siehst du von Anfang nur den Bildschirm des Lehrers, könnte es eventuell etwas schwierig werden, die theoretischen Zusammenhänge zu verstehen. Nur durch Zeigen wie man eine Software installiert und dort etwas vorgegebenen eintippt ist wie, ein IKEA-Regal mit Anleitung zusammenzubauen. Das eine Regal wirst du definitiv zusammengebaut bekommen, du hast auch noch die Möglichkeit minimale Anpassungen zu machen. Aber wenn du im Anschluss nur lediglich Holz, Schrauben, eine Säge und einen Schraubendreher zur Verfügung hast,  bist du direkt aufgeschmissen und weißt nicht wo du anfangen sollst. Zum Programmieren gehört nicht alleine das Eintippen von Code in den Computer. Der Großteil der Arbeit findet  in deinem Kopf und auf dem Papier statt. Das solltest du in einem Kurs lernen können, die abstrakten Abläufe und Gedankengänge um mittels Programmiersprache zum Ziel zu kommen. Dazu gehört, dass Erklärungen nicht ausschließlich innerhalb von Programmquelltexten durchgeführt werden, denn dann wird vorausgesetzt, dass du diese Gedankengänge bereits verinnerlicht hast. Du wirst ausserdem schnell merken,  ob die Erklärungen technisch sind, also viele Fachwörter beinhalten, die du noch nicht kennst. Besonders am Anfang ist es schwierig mit Fachwörtern zu arbeiten, da man sich auf viel zu viele Dinge konzentrieren muss. Ein guter Lehrer kommt ohne Fachwörter aus und erklärt dir komplexe Zusammenhänge an bildlichen, für den Anfänger gut nachvollziehbaren, Beispielen. Erst dann wird in die Technik gewechselt. Merke: Erklärungen mit einfachen Beispielen. Nur anhand des Beispiels wirst du natürlich noch nicht Programmieren können. Jetzt ist es wichtig das Wissen in die technische Ebene umzuwandeln. Nun wird dasselbe nochmal anhand der Technik erklärt und es wird ein Praxisbeispiel gezeigt. Du solltest beim Programmieren einen AHA-Moment erleben. Merke: Programmieren nach der Erklärung mit Praxisbeispielen.
Wenn du in einem Buch oder Kurs lediglich, den Code nur abtippen musst, dann hättest du dir den Code auch einfach herunterladen können. Der Effekt wäre derselbe, man kann so auch Programmieren lernen aber es dauert wesentlich länger. Es gibt Programmierer, die das sogar bevorzugen, aber zu dem Punkt kommen wir beim nächsten Abschnitt.

Wie lernst du gerne? Das richtige Lehrmaterial auswählen

Während jemand gerne mit Büchern lernt, lernt der andere lieber mit Videos. Es gibt also unterschiedliche Lerntypen. Umso wichtiger ist es, das für dich passende Lehrmaterial auszuwählen. Beim Programmieren lernen ist es allerdings nicht mit einem Buch oder einem Video getan. Beim Programmieren lernen gibt es verschiedene Bereiche, die manchmal einen Wechsel des Lehrmaterials erfordern. Vielleicht schaust du dir zwar gerne Erklär-Videos an, aber möchtest dennoch beim Bearbeiten einer Aufgabe nochmal in den Text schauen. Also was sollte ein guter Kurs an Material zur Verfügung stellen damit du optimal lernen kannst? Es sollte anfangen mit einem Lernprogramm, welches dich interaktiv an bestimmte Themen im Programmieren heranführt. Es sollte genügend Beispiele enthalten und dich zum Mitarbeiten anregen. Dazu sollte das Lernprogramm und die Themen per Video und Skript erläutert werden. So hast du zumindest schonmal eine gute Mischung. Die Videos und Skripte sollten mittels Text, Illustrationen und Animationen die Themen vermitteln. Damit du das gelernte direkt anwenden und auch überprüfen kannst sind Aufgaben und dazugehörige Lösungen unbedingt notwendig. Mit Aufgaben sind allerdings keine Abtipp-Arbeiten gemeint sondern, Mitmach- und Mitdenk Übungen, in denen man tatsächliche Probleme lösen muss. Irgendwann möchtest du allerdings das Gelernte in die Praxis umsetzen und benötigst dafür Beispielprogramme und Vorlagen zum Loslegen.  Damit du nicht nach dem Kurs irgendwo stecken bleibst, sind weiterführende Informationen und Links zwingend notwendig.  So eine Mischung führt bei jedem Lernenden zum optimalen Erfolg, denn du benutzt nur das was du selbst zum Lernen benötigst aber hast die Möglichkeit zu wechseln, wenn es notwendig ist. Liefert dir ein Kurs so eine qualitative Mischung an Inhalten, greif zu.

Wer ist dein Lehrer und Meister?

Bevor man sich von jemandem Programmieren beibringen lässt, sollte man einmal prüfen, wer den eigentlich dort das Material erstellt hat. Jeder kann behaupten, dass er dir Programmieren beibringen kann, aber kann er es wirklich? Ein Beispiel: Wenn du Auto fahren kannst, bist du in der Lage jemanden anderen optimal Auto fahren beizubringen? Vielleicht wird der eine oder andere Versuch klappen. Diejenigen, die sich darauf spezialisiert haben und Wert darauf legen, dass du die Programmiergrundlagen wirklich verstehst, werden dir eher ein Thema verständlich beibringen können. Wie kannst du das Überprüfen? Eine einfache Internetrecherche klärt schnell auf: Wie lange und wieviel Erfahrung hat der Anbieter in der Programmierwelt? Gibt es Referenzen oder kann man öffentliche Profile über den Anbieter finden? Was macht  der Anbieter hauptberuflich, konzentriert er sich nur auf ein Thema oder gibt es auch noch andere Bereiche ausser dem Programmieren? Je nachdem kann das ein Vorteil oder Nachteil sein. Ein weiterer Punkt zur Überprüfung ist, wieviel Material stellt der Anbieter neben seinem Tutorial, Kurs oder Buch zur Verfügung? Bringt dich bereits dieses Material weiter und hilft dir auf deinem Weg? Über einen Blog, Facebook-Page oder einen Youtube-Kanal kannst du übrigens auch schnell rausfinden, ob der Anbieter bereit ist Support zu geben. Denn das ist ein wirklich wichtiger Punkt: Steckst du einmal beim Lernen fest und kommst nicht mehr weiter, solltest du den Anbieter irgendwie kontaktieren können und um Support bitten. Das ist fast noch viel mehr wert als das Material selbst. Der Support kann von E-Mail über Skype und WhatsApp laufen, du solltest den Weg dafür bestimmen können.
Wenn du gar nichts über den Anbieter finden kannst außer das Lehrmaterial selbst und es auch sonst keine auffindbaren Aktivitäten ausser Werbung zu finden sind ist Vorsicht geboten. Hier könnte eventuell nicht dein Lernerfolg im Fokus stehen.

Was kostet ein guter Kurs? Oder kann man es kostenlos lernen?

Hierüber streiten sich alle Programmierer bis heute und wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit. Meine Erfahrung ist, wenn man genug Vorwissen hat, kann man sich vieles mit kostenlosen Inhalten erarbeiten. Merkt man dann aber, dass doch nicht genug Grundwissen vorhanden ist, fängt man wieder  von vorne an und hat im schlimmsten Fall ein paar Stunden verschwendet. Ausserdem habe ich kein kostenloses Material gefunden, welches dir die absoluten Grundlagen erklärt, es war immer notwendig noch ein weiteres Buch oder ähnlich dazuzukaufen. Nichts ist wirklich kostenlos, denn hinter kostenlosen Inhalten, verbirgt sich immer eine bestimmte Absicht des Anbieters. Das können verschiedene sein: Werbung, Marketing, o.ä. Du musst die finden, die bereit sind dir kostenlos zu helfen. Selbst bei angeblichen kostenlosen Tutorials, wird Werbung gezeigt. Das ist erstmal nicht schlimm, solange es nicht mehr Werbung als Inhalt gibt.  Du kannst das über die Anbieter-Webseite überprüfen: Wird dort übermäßig viel Werbung gezeigt oder sind die Inhalte nicht aussagekräftig? Bei kostenlosen Inhalten, weiß man nie wie weit man eigentlich kommt und wie hoch die Qualität des Inhaltes ist.
Dann gibt es z.B. Kurse und Bücher, die dich einmalig etwas kosten aber dafür quasi ein Komplettpaket sind. Wie  oben beim Abschnitt Material erwähnt, sollte die Mischung der Inhalte gut sein und da kann so ein Kurs schnell mal etwas teuerer werden. Hier hast du die Entscheidung zwischen zielgerichtetem qualitativ hohem und schnellem Lernen gegenüber fehlerbehafteten langsamen aber kostenlosen Lernen.
Für den schmaleren Geldbeutel gibt es Angebote bei denen man monatlich einen festen Betrag bezahlt und solange Zugriff auf die Inhalte hat wie man die monatliche Gebührt zahlt. Meistens ist dies etwas teuerer als ein Einmalpreis und du hast den Nachteil, dass du mehr zahlst je länger du brauchst. Dafür haben diese Anbieter ein sehr breites Themenspektrum aus dem du wählen kannst.
Prinzipiell kann man sagen, dass man bei kostenlosen Angeboten potentiell länger braucht um ans Ziel zu kommen. Man braucht aber auch kein Vermögen in Live-Seminare investieren, wenn man nur die Grundlagen erlernen will. Wenn man Qualität und eine Erfolgsgarantie haben will, sollte man lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Ein paar Euro mehr und du bist schneller am Ziel. Das ist dir zu viel Risiko, weil du nicht weißt ob du es schaffen kannst? Worauf du bei kostenpflichtigen Kursen achten solltest, ist eine Geld-zurück-Regelung. Kannst du dein Geld zurückzuverlangen, wenn dir der Kurs nicht gefällt oder du es mit dem Programmieren einfach nicht hinbekommst? Wieviel Wochen hast du Zeit um das Geld zurückzufordern? Wenn du dir unsicher bist, ob du das Programmieren lernen kannst, sollte dieser Zeitraum mindestens 6 Monate betragen. Nur so kannst du dir sicher sein, etwas zu kaufen was dir auch tatsächlich nutzt.  Sollte etwas nicht passen und sogar der Support versagen, bleibst du wenigstens nicht auf deinem Geld sitzen.

 

Fazit – Checkliste für die Auswahl deines Lehrmaterials

Den richtigen Kurs zu finden ist nicht einfach, es gibt zu viele Angebote für die verschiedensten Bedürfnisse. Hier nochmal einmal kurz zusammengefasst die wichtigsten Punkte als Checkliste:

  • Entspricht der Inhalt deinem Vorwissen? Prüfe mittels Kursübersicht und kostenlosen Material
  • Wie einfach ist es mit dem Inhalt zu starten? Gibt es einen kostenlosen Startpunkt bei dem man direkt loslegen kann?
  • Passt die Programmiersprache zu deinem Vorhaben? Mein Tipp: Am Anfang lieber eine universellere Programmiersprache lernen (z.B. Javascript)
  • Ist die Dauer für das Lernvorhaben realistisch? Wird mit einer kurzen Zeit gelockt?
  • Welches konkrete Programm wirst du umsetzen und kann du danach mit eigenen Sachen weitermachen?
  • Wie wird das Wissen vermittelt? Werden Fachwörter anschaulich und vereinfacht erklärt?
  • Kann man das Gelernte auch in der Praxis einsetzen? Wenn wie ist der Lernweg von Theorie bis zur Praxis?
  • Wie ist das Kursmaterial aufgebaut? Gibt es verschiedene Möglichkeiten die Themen zu erlernen?
  • Gibt es Beispielprogramme und Programmvorlagen, mit denen man nachher weitermachen kann?
  • Wieviel Erfahrung hat dein Lehrer und welche Referenzen beweisen, dass er das Programmieren lehren kann? Gibt es Support falls du nicht mehr weiterkommst?

Die Frage mit dem Geld bleibt dir überlassen, aber wenn du darüber zweifelst und du dir vielleicht nicht alle Punkte selbst beantworten kannst, dann schicke diese Fragen doch an den Kursanbieter, dieser sollte dir diese Fragen beantworten können.  Damit bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite und deinem Vorhaben steht nichts mehr im Weg. Hast du bereits Erfahrungen mit „Programmieren lernen“-Angeboten? Was hat dich gestört und wie wünscht du dir Programmieren zu lernen?

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2 Kommentare
  1. Waldemar sagte:

    Ich bedanke mich für die gut lesbare und ausführliche Einführung in die Welt der digitalen Zukunft.
    Mit all diesen Punkten fällt es mir bestimmt leichter meinen Kurs zu finden und so besser lernen zu können.

    MfG Waldemar

    P.S.: Im Abschnitt „Wer ist dein Lehrer und Meister?“ hat sich in der 6. Zeile ein Tippfehler eingeschlichen 😉

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