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10 Puzzleteile zum Programmieren lernen

Es geht ja nicht nur um das, wie man anfängt, die Frage beim Programmieren Lernen ist ja hauptsächlich auch: „Was muss ich alles lernen damit ich sagen kann, ich kann jetzt programmieren?“ Ich möchte hier eine Übersicht geben welche Themen man beherrschen muss um sich „Programmierer“ nennen zu können. Hier fallen bereits ein paar Grundbegriffe (die ich in „8 Begriffe die du“ erklärt habe), aber die sind für Anfänger auch zu verstehen.

Das Programmiererpuzzle

Hier ein kleines Schaubild, welche Themen bzw. Puzzleteile wichtig sind.

Puzzle

Ganz wichtig, ich konzentriere mich hier auf Hochsprachen aus der 3. Generation. Was das genau bedeutet kannst du in diesem Artikel lesen: Warum die Sprache egal ist.

Entwicklungsumgebung

IDE

Screenshot einer IDE (Eclipse)

Du brauchst ein Programm in dem du deinen Quellcode eintippen kannst und aus dem dein fertige Applikation erstellt wird. Dieses Programm ist dein Hauptarbeitsplatz beim Programmieren. Es wird Entwicklungsumgebung oder auf englisch Integrated Development Environment (kurz IDE) genannt. Die IDE beinhaltet alle Werkzeuge um dein Programm fertigzustellen. Kleine Übersicht über die typischen Werkzeuge:
  • Texteditor: In diesem kannst du deinen Quellcode bearbeiten und anzeigen. Je nach Programmiersprache werden Elemente besonders hervorgehoben, damit du den Code leichter lesen kannst.
  • Compiler/Interpreter: Dein Quelltext muss in die Maschinensprache übersetzt werden. Dies kann auf verschiedene Art und Weise geschehen. Wichtig ist hierbei, dass der Compiler/Interpreter dich hinweist wenn du Fehler in deinem Quelltext hast. Er ist dann nicht in der Lage den Code zu übersetzen. Dies ist nicht schlimm, die Fehler werden dir im Texteditor angezeigt damit du diese beheben kannst.
  • Debugger: Dieses hilfreiche Werkzeug brauchst du dann, wenn dein Programm abstürzt oder nicht das macht was es machen sollte. Du kannst dein Programm also an bestimmten Stellen anhalten und in Ruhe alles überprüfen was falsch sein könnte. So löst du Schritt für Schritt jedes Problem in deinem Quellcode.

Grundelemente einer Hochsprache

Ob du Apps programmierst, Spiele entwickelst oder professionelle Büroanwendungen erstellst. Diese Grundelemente gelten für ALLE Hochsprachen. Ich erkläre diese detailliert in meinem Kurs. Hat man diese Grundelemente vollständig gelernt, steht der Programmiererkarriere nichts mehr im Wege. Hier eine kleine Übersicht, wie diese Elemente funktionieren lernst du dann in meinem kostenlosen Tutorial.
  • Folgestruktur: Jede Programmiersprache arbeitet eine Abfolge an Befehlen ab, hast du einmal gelernt in Abfolgen und Anweisungslisten zu denken bist du bereit für den nächsten Schritt.
  • Befehle und Operationen: Nun kann man nicht einfach irgendwelche Befehle in eine Folgestruktur packen, jeder Befehl muss bekannt sein. So  kommt man auch zu den Operationen. Hast du gelernt wie man die 4 Grundrechenarten in einem Programm benutzt hast du schon mal jemanden der dir immer Rechenaufgaben für dich löst.
  • Benutzereingabe und -ausgabe: Programme müssen Befehle vom Computernutzen entgegennehmen können. Außerdem müssen sie auch am Bildschirm Informationen ausgeben können. Somit ist es wichtig zu lernen, was man im Quelltext eingeben muss, damit dies möglich ist.
  • Start und Ende: Wo fängt ein Programm an und wo ist es zuende? Damit man die Orientierung beibehält, sollte man immer wissen wo das Programm startet und auch wo es zuende ist.
  • Vergleiche: Du kennst es aus der Grundschule: 6 ist größer als 2. 5 ist kleiner als 10. 3 ist gleich 3. Beim Programmieren ist es sehr wichtig diese Vergleiche benutzen zu können, aber das ist sehr leicht zu erlernen.
  • Variablen: Es wird Punkte in deinen Programmen geben, wo du dir bestimmte Sachen abspeichern musst. Dafür benutzt man Variablen. Sie speichern Daten und Werte im Arbeitsspeicher deines Computers. Damit dein Programm nicht alles vergisst!
  • Arrays: Das sind Variablen aber in Listen und Tabellenform. Ein Array kann also mehrere Variablen speichern. Hört sich doch einfach an!
  • Zeiger/Pointer: Eine Variable muss wiedergefunden werden. Also bekommt sie im Arbeitsspeicher eine eindeutige Nummer. Diese Nummer nennt man Zeiger.
  • Entscheidungen: Ab hier wird es richtig spannend, du bringst deinem Programm bei eigene Entscheidungen zu treffen. Du stellst die Bedingungen und dein Programm entscheidet.
  • Schleifen: Hier werden keine Messer geschliffen, es geht hier um Befehle die sich wiederholen. Damit du deinem Programm nicht alles 1.000 Mal programmieren musst, benutzt du Schleifen.
  • Funktionen: Es gibt Codeabschnitte die du immer wieder verwenden kannst, das hilft dir Ordnung in deinem Programm zu halten.
  • Strukturen: Strukturen braucht man um bestimmte Datengebilde im Quelltext abzubilden. Ein Rechteck hat zum Beispiel zwei Seiten und demnach immer zwei Werte die gespeichert werden müssen. Dafür benutzt man Strukturen.
  • Klasse: Dies ist eine Weiterentwicklung zur Struktur aber noch viel mächtiger! Hier programmierst du nicht nur welche Seiten dein Rechteck hat sondern kannst auch programmieren wie es zu zeichnen ist!
Mit diesen Grundelementen kannst du bereits Programmieraufgaben lösen. Es ist nicht nur wichtig diese Elemente zu kennen, du musst vor allem wissen, wann du welches Element benötigst! Wenn du gut bist, lernst du diese Themen innerhalb eines Tages! Bist du etwas langsamer, hast du das in ca. 5-10 Tagen gelernt!

Programmiersprache

Java_func_while

Java: Funktion, Klassen, Variablen und Schleife in Aktion

Die Grundelemente machen natürlich nur Sinn in einer Programmiersprache. Die Sprache ist eine Festlegung zwischen dir und deinem Computer. Die Sprache legt fest wie du die Grundelemente im Quelltext aufschreiben musst, damit der Computer diese versteht!
Somit sehen die oben genannten Grundelemente in jeder Programmiersprache etwas anders aus und auch aus diesem Grund sagt man: „Hast du eine Programmiersprache gelernt, kannst du alle!“, da sich diese Elemente in den Sprachen immer wiederholen!
Sinnvoll ist es die Grundelemente natürlich direkt in einer Programmiersprache zu lernen. Welche Programmiersprache du zum Lernen wählst ist egal, denn welche Sprache du später benutzt, hängt vom Einsatzzweck ab. Hier ist eine kleine Übersicht für dich: Mit welcher Sprache fange ich an?.

 

Grundprinzipien

Jeder Programmierer denkt anders und somit programmiert jeder anders. Damit andere Programmierer deine Programme verstehen können ist es ratsam sich an ein paar Prinzipien zu halten. Außerdem bleibt dein Quellcode somit wartbar. Stell dir vor du müsstest den Code in 5 Jahren nochmal bearbeiten, dafür gibt es diese Prinzipien. Hier eine kleine Auswahl:
  • EVA: „Eingabe“, „Verarbeitung“ und „Ausgabe“ – Hier geht es darum zu erst alles an Werten zu sammeln die bereits vorhanden sind. Erst dann werden diese verarbeitet. Das Ergebnis wird erst zum Schluss ausgerechnet und ausgegeben.
  • DRY: „Don’t Repeat Yourself!“ oder auf deutsch „Wiederhole dich nicht!“ – Hier geht es um doppelten Quellcode. Kein Programmierer kann es abstreiten, jeder wird einmal einen Code kopieren und irgendwo anders einfügen. Problem dabei: Versteckt sich in diesem Code ein Fehler  hat man diesen Fehler verdoppelt.
  • KISS: „Keep it simple stupid“ oder auf deutsch „Mach es einfach du Dummerchen!“ – Anstatt Probleme möglichst kompliziert zu lösen solltest du dich darauf konzentrieren deinen Quelltext einfach zu gestalten. In 5 Jahren wirst du dir dafür danken.
  • MVC: Model View Controller – Dieses Prinzip ist schon für sehr fortgeschrittene Programmierer. Es geht hier darum die Anzeige von Daten sowie die Daten selbst und die Verarbeitung der Daten immer in separaten Komponenten zu halten. Dies hat den Vorteil, dass sich diese einzelnen Komponenten ohne Probleme verändern lassen. Bei diesem Prinzip ist man bereit ganz schnell in der Welt der Objektorientierten Programmierung.

Objektorientiertes Programmieren (OOP)

Mit den Grundelementen kannst du bereits kleine Programme schreiben, die großen Programme und Spiele sowie Apps programmiert man objektorientiert. Dennoch MUSST du die Grundelemente drauf haben, denn darauf baut die Objektorientierung auf. In den Grundelementen taucht bereits der Begriff Klasse auf. In der OOP dreht sich alles um diese Klassen. Klassen haben Methoden, Klassen können vererben. Klassen können ihre Elemente kapseln. Sobald du anfängst grafische Oberflächen (GUIs) zu programmieren benutzt du etliche Klassen und schreibst auch selber welche.

Grafische Programmierung (GUIs)

MessageBox_OK

Ein Dialogfenster mit OK-Knopf ist auch schon eine GUI

Wenn du das hier gerade liest, sitzt du gerade am Handy oder am Computer (wenn du es ausgedruckt hast, hast du ihn vorhin benutzt). Somit hast du bereits grafische Oberflächen benutzt. Fenster, Textfelder, Buttons, Listen und Auswahlboxen. Das sind alle Steuerelemente mit denen du den Computer bedienst. Alles über Maus, Tastatur und sogar über Touchbildschirme. Lernst du Programmieren, kommst du nicht drumherum deinem Nutzer eine Oberfläche zu bieten mit der er interagieren kann. Du solltest also lernen wie du in deiner gewählten Programmiersprache und Bibliothek grafische Oberflächen programmierst.

Daten und Datenbanken

Dasselbe wie für GUIs gilt für die Daten. Ob du ein Spiel programmierst oder du eine Onlineshop entwickelst. Die Daten deiner Nutzer müssen irgendwie gespeichert und geladen werden. In der Spieleentwicklung musst du also Spielstände und Einstellungen speichern und laden können. Der Onlineshop sollte die bestellten Artikel speichern und laden können, damit die Bestellung ausgeführt werden kann. Diese Daten können in Dateien oder in Datenbanken gespeichert werden. Welche Methode man wählt ist die Frage des Einsatzzwecks. Allerdings solltest du dies beherrschen können, sonst müssen deine Spieler immer wieder von vorne anfangen und deine Bestellungen erreichen dich nie.

Bibliotheken oder APIs

Das Rad ist bereits erfunden, du musst es nicht nochmal erfinden. Genauso ist es beim Programmieren, die meisten Funktionen die du benötigst wurden bereits von anderen Programmierern entwickelt. In den Grundelementen wirst du bereits mit Bibliotheken gearbeitet haben. Sei es nur die einfache Benutzereingabe und -ausgabe oder professionelle Benutzeroberflächen. Stell dir mal vor du müsstest jedes mal den OK-Knopf selber programmieren. Solche Funktionen sind bereits entwickelt worden. Wichtig ist für dich, dass du lernst diese Bibliotheken benutzen zu können! Wie schreibt man eine Datei auf die Festplatte? Wie liest man eine Datei von der Festplatte? Solche Funktionen sind bereits fertig. Du musst nur wissen wie du diese in deinem Programm ausführen kannst. Wenn du z.B. Apps für Android schreibst benutzt du das Android SDK. Bist du mit C# unterwegs benutzt du das .NET-Framework. Für die Spielentwicklung gibt es nochmal andere Bibliotheken. Manche sind kostenlos für andere sind Lizenzgebühren fällig. Benutzt du mein Roboterprogramm verwendest du bereits eine Bibliothek!

Entwurfsmuster

Hier kommst du in den professionellen Bereich der Softwareentwicklung. Arbeitest du mit Entwurfsmustern (auf Englisch Design Pattern) versteht dich jeder Software Entwickler. Entwurfsmuster zu lernen und richtig anzuwenden ist die Profiliga der Programmierer. In der Spieleprogrammierung wirst du nicht drumherum kommen bis zu diesem Schritt zu arbeiten. Arbeitest du bei großen Softwareprojekten mit wird auch dort oft von Entwurfsmustern gesprochen. Entwurfsmuster beschreiben Standardlösungen für oft auftretende Probleme. Hast du dir schonmal Gedanken gemacht wie der Rückgängig-Befehl programmiert wird? Andere schon und dafür gibt es ein Entwurfsmuster. Beherrscht du diese sicher und hast auch schon alle anderen „Puzzleteile“ zusammen hast du nun alles was du benötigst um Programmieren zu können. Der nächste Schritt geht dann in Richtung Softwarearchitektur.

Erfahrung

Ein wichtiges Puzzleteil. Du kannst dir quasi für jedes Puzzleteil ein Buch kaufen und es durcharbeiten. Allerdings wird dir dann noch die Erfahrung fehlen. Erst wenn du anfängst die Sachen einzusetzen und Programme zu entwickeln wirst du die nötige Erfahrung sammeln die du benötigst das nächste Große Ding zu machen. Mit viel Übung passiert es auch schon vorher.

Fazit

Du siehst, es ist nicht wenig Arbeit die du investieren musst. Du brauchst viel Durchhaltevermögen und Interesse an diesen Themen. Wichtig ist auch, dass du diese Dinge nicht immer nacheinander lernen kannst. Die IDE, Programmiersprache und die Grundelemente gehören zwangsläufig zusammen, es ist schwierig diese separat zu erlernen. Das sind also die 10 Themen die du beachten musst um Programmieren lernen zu können. Jetzt geht es darum direkt anzufangen! Starte hier und verdiene dir deine ersten drei Puzzleteile! Es ist noch Platz für zwei weitere Puzzleteile, habe ich eins vergessen? Kommentiere unten den Beitrag und wir unterhalten uns darüber!

Mit welcher Programmiersprache fange ich an?

Hast du dich einmal entschlossen, die ersten Schritte als Programmierer zu gehen, fragst du dich ganz schnell, mit welcher Sprache du nun starten solltest. Die Auswahl ist sehr breit angelegt. Wenn man im Internet selbsternannte Experten fragt, bekommt man meistens subjektive Meinungen. Jeder Programmierer hat da so seine eigene Lieblingssprache und manche Communities in verschiedenen „Sprachlagern“ (schreckliches Wort!) sind genau so verfeindet wie manche Fußballclubs. Vielleicht vergleichbar: Versuch doch mal in einem Borussia-Forum zu fragen, welcher Fußballverein für dich der beste wäre, um das Fußball Spielen zu lernen. Die Antworten kannst du dir sicherlich vorstellen.

Das „Aussehen“ von Programmiersprachen

Wie bereits erwähnt gehe ich hier hauptsächlich auf die Sprachen der 3. Generationen ein. Wie diese ausgeführt und übersetzt werden, wird hier nicht behandelt. Wichtig ist allerdings eines: Die verschiedenen Sprachen sind für verschiedene Anwendungsgebiete gut. Mit welcher man also anfängt, hängt davon ab, was man so als erstes Projekt eigentlich machen möchte.
Die Screenshots sollen dir einfach kurz zeigen, wie die verschiedenen Sprachen aussehen. Der Code ist nicht vollständig, aber soll dir zeigen inwiefern sich die Programmiersprachen ähneln. Was der Code dort macht und tatsächlich bedeutet, das lernst du dann konkret im Einsteigerkurs.

C, C++, C#

C, C++, C# kommt hauptsächlich im Server/Desktop-Umfeld vor, wird also benutzt für Programme die lokal auf einem Computer laufen. C# wurde von Microsoft entwickelt, die Programmierung wird dementsprechend unter Windows gemacht. Mit C und C++ kann man für viele Plattformen wie Linux, Mac und Windows programmieren, aber auch Hardwarenahe-Programmierung wird mit C und C++ durchgeführt.

Hier wird ein Codeausschnitt aus der Programmiersprache C gezeigt.

Codeausschnitt aus C


Hier wird ein Codeausschnitt aus der Programmiersprache C# gezeigt.

Codeausschnitt aus C#

Hier wird ein Codeausschnitt aus der Programmiersprache Java gezeigt.

Codeausschnitt aus Java

Java

Java ist eine Sprache die auf verschiedenen Plattformen läuft, für die es eine Java Virtual Machine gibt. Es gibt Leute die sagen Java nach, langsam zu sein. Ich möchte hierüber kein Urteil machen, die Geschwindigkeit ist von zu vielen Faktoren abhängig. Außerdem ist Java die Programmiersprache für Apps auf der Android Plattform. Wenn du Apps für Android Smartphones schreiben möchtest, bist du bei Java genau richtig. Genauso gut kann man damit Webanwendungen und Desktop-Applikationen sowie 3D-Spiele schreiben. Diese Sprache ist wirklich sehr vielseitig. 

Hier wird ein Codeausschnitt aus der Programmiersprache Javascript gezeigt.

Codeausschnitt aus Javascript

Javascript und PHP

Javascript und PHP, das sind die Sprachen im Internet. Im Zusammenspiel mit HTML und CSS sind dies mächtige Werkzeuge. Wenn man Programme für das Web erstellen möchte, also zum Beispiel Spiele, Webapps oder Responsive Websites kommt man um Javascript nicht drumherum.
Bei Javascript hat man einen riesigen Vorteil als Einsteiger. Wenn du einen modernen Browser wie Firefox oder Chrome nutzt, brauchst du dir am Anfang keine Gedanken über eine Entwicklungsumgebung machen. Du brauchst lediglich einen Text-Editor und kannst direkt loslegen, alle notwendigen Werkzeuge zur Programmierung sind im Browser integriert. Dies ist auch der Hauptgrund warum der lerneProgrammieren-Einsteigerkurs mit dieser Sprache arbeitet, dort lernst du neben den Grundlagen von Programmiersprachen, wie man Spiele und kleine Webanwendungen mit Javascript erstellt. 

Visual Basic bzw. Basic Sprachen

Diese Sprachen zeichnen sich hauptsächlich durch eine angeblich leichtere Lesbarkeit aus. Viele Anfänger halten die Sprache für sehr leicht verständlich. „Experten“ tun Basic schnell als Spielerei ab. In den Anfängen der Computerentwicklung wurde die BASIC-Sprache entwickelt um Anfänger die Prinzipien der Programmierung beizubringen. BASIC ist übrigens eine Abkürzung für: Beginner’s All-purpose Symbolic Instruction Code“ was so viel bedeutet wie „symbolische Allzweck-Programmiersprache für Anfänger“. Aber BASIC wurde weiterentwickelt. In Office-Programmen wie Microsoft Word, Excel, usw. kann man mit Visual Basic die Standardfunktionen um eigene Funktionen erweitern. Dies ist hilfreich, wenn man bestimmte Arbeiten in Excel oder Word automatisieren möchte.  

Andere Programmiersprachen

Dies sind natürlich noch lange nicht alle Sprachen. Schau dir mal den TIOBE Index an. Das ist eine Liste mit den beliebtesten Programmiersprachen, welche immer aktuell gehalten wird. Im Trend für Anfänger ist momentan Python. Ein paar weitere habe ich hier aufgelistet.

Muss man alle Programmiersprachen lernen?

Um den Einsteigern einen kleinen Einblick zu geben, welche Sprachen ein angehender Programmierer so lernt, zeige ich kurz meine gelernten Sprachen auf. Die ersten Schritte und Anweisungen habe ich in Quick Basic gemacht. Nachdem die ersten Versuche mit C und C++ gescheitert sind, habe ich in der Schule als nächstes Pascal gelernt, mit den so gewonnenen Kenntnissen hab ich dann auch C++ verstanden. In der Ausbildung habe ich dann die ersten Programme mit grafischer Oberfläche (GUI) mit Delphi/Object Pascal geschrieben. Dort hatte ich als Webmaster zutun und habe PHP, HTML/CSS gelernt. Als nächstes war dann C# und Java dran. Als Angestellter arbeite ich zurzeit mit Java. Für lerneProgrammieren(); habe ich mich in Javascript eingearbeitet. Das hört sich jetzt vielleicht nach einer Menge Arbeit an, aber bei den genannten Sprachen gibt es gewisse Grundelemente, welche für diese Programmiersprachen gleich sind. Hat man sich eine Programmiersprache angeeignet, kann man sehr schnell umsteigen. Der Umstieg von z.B. C# auf Java ist reine Fleißarbeit, weil man einfach ein paar Codebeispiele die man aus C# kennt in Java nachprogrammiert. Der Teufel steckt hier im Detail, wenn solche Programmiersprachen Spezialfunktionen haben, welche es bei anderen Sprachen nicht gibt. Hier gilt dann: Dokumentation durchlesen und Tutorials durcharbeiten.

Fazit

Welche Sprache man wählt ist abhängig vom Einsatzzweck. Die Sprache ist nicht mehr als ein Werkzeug. Man kann mit einer Bohrmaschine ein Loch bohren, welchen Bohrkopf man dafür nehmen muss, hängt nun mal von vielen Faktoren ab. Aber den Umgang mit einer Bohrmaschine lernt man mit egal welchem Bohrkopf. Um an sein Ziel zu kommen, muss man manchmal verschiedene Bohrköpfe aus probieren.
Ich habe hier bewusst keine Programmiersprache empfohlen, allerdings wird in meinem Kurs Javascript verwendet. Im Kurs erhält man immer wieder den Einblick in andere Sprachen. Aber du überzeugst dich am besten selbst in diesem Tutorial von lerneProgrammieren.de

Warum die Programmiersprache EGAL ist…

Fangen wir mal blöd an: In welchem Verein du das Spielen von Fußball lieben lernst ist egal. Es bleibt der gleiche Fußball (auch wenn die Meinungen hier immer auseinander gehen). Ein Spielfeld, 22 Spieler, ein Ball und zwei Tore. Das Beispiel ist jetzt nicht das allerbeste, denn es gibt bei den Programmiersprachen eine lange Historie und dementsprechend auch verschiedene Generationen. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist C. Zunächst wurde C entwickelt. Daraus entstand C++ und daraus irgendwann C#. Fakt ist, dass Programmiersprachen sich in einer gewissen Art und Weise immer ähneln. Vergleicht man das zum Fußballspiel, kann es verschiedene Arten von Fußballspielen geben. Das eine Mal spielt man auf einem Bolzplatz, das andere Mal in einem Stadion. Das eine Spiel läuft in der Bundesliga, das andere in der Championsleague. Jetzt reichts aber auch mit dem Vergleich zum Fußball. Kommen wir zu den verschiedenen Generationen, dann werden die Ähnlichkeiten klarer.

Arten/Generationen von Sprachen

Jetzt keine Angst bekommen, dies muss man nicht auswendig lernen. Ich selber muss immer wieder nachgucken, wenn es um die Generationen geht. Ich gehe auf dieser Seite hauptsächlich auf Sprachen der 3. Generation ein. Außerdem ist man sich bei den 3.-5. Generationen nicht immer 100% einig welche Sprache wohin gehört. Dies soll hier aber egal sein.

1. Generation – Maschinensprache

Das ist die Sprache die jeder Computer versteht. Diese Sprache besteht nur aus Einsen und Nullen. Diese Sprache ist für den Menschen nur sehr schwer lesbar. Jeder Code aus den anderen Generationen wird am Ende übersetzt. Es bleibt immer Maschinencode übrig.

2. Generation – Assembler

Damit die Maschinensprache etwas verständlicher für den Menschen wird, haben Wissenschaftler sich Kürzel (Mnemonics), ausgedacht. Trotzdem war die Programmierung mit Assembler noch sehr schwierig und sehr problemanfällig. Wer das heute noch kann, gilt als jemand der „von der alten Schule“ kommt (wenn ihr meint). Bei den Sprachen war es kein Wunder, dass man für das Programmieren lernen noch studieren musste. Aber auch heute wird Assembler noch verwendet und möchtest du lernen wie ein Computer vom Grund auf funktioniert, lernst du Assembler.

3. Generation – Höhere Programmiersprachen

Diese Sprachen werden jedem Programmierer ans Herz wachsen. Ein kleine Auflistung: C, C++, C#, Java, Javascript, Pascal, Objective-C, PHP. Na, von mindestens einer von diesen hast du sicherlich schon gehört.
Alle Sprachen dieser Generation sind problemorientiert und alle haben fast identische Sprachelemente. Da ich hauptsächlich über diese Sprachen schreibe, findest du hier einen separaten Artikel mit einer Übersicht der Programmiersprachen.  Fast alle heutigen Programmierer fangen das Lernen in dieser Generation an (auch ich!).

4. Generation – Deskriptive Programmiersprachen

Während man in der 3. Generation noch den Lösungsweg programmieren muss, wird in diesen Sprachen nur die Aufgabenstellung programmiert. Eine bekannte Sprache für die Programmierung von Datenbanken ist z.B. SQL.

5. Generation – Sprachen der künstlichen Intelligenz

Diese Sprachen erarbeiten Ihre Lösungen anhand bestimmter definierter Regeln. Eine Sprache ist zum Beispiel PROLOG.

Generationenlos? Aber erwähnenswert!

Eingegliedert in keiner Generation aber wie ich finde eine wichtige Art von Sprache ist HTML und XML. Für viele Programmierer ein Dorn im Auge wenn man Programmieren und HTML in einem Satz nennt. Fakt ist, mit HTML und XML beschreibt man Daten und Metadaten (wenn du nicht weißt was das ist, ignoriere es zunächst), was mit den Daten geschieht ist Sache des Programms. Ein Internetbrowser zum Beispiel zeigt HTML als Webseite an. Mit XML kann man noch ein bisschen mehr machen als „nur“ Webseitengestaltung.

Auswahl der Sprache

Welche Sprache man nun benutzen möchte ist zum einen einem selbst überlassen. Es gibt Leute die meinen die eine oder andere Sprache sei gut geeignet für Anfänger. Zum zweiten ist die Auswahl der Sprache abhängig von dem WAS man später programmieren möchte. Auf der Ebene der 3. Generation ist es theoretisch egal mit welcher Sprache man lernt, denn alle Sprachen haben ähnliche Sprachkonstrukte. Hat man eine Sprache gelernt kann man die anderen Sprachen mit weitaus weniger Aufwand erlernen, ich würde sogar behaupten: Kann man eine, kann man alle. Also ist es vielleicht gar nicht so schlecht mit einer „einfachen“ anzufangen? Danach lernt man nur noch die Besonderheiten der „schweren“ Sprachen. Meine Empfehlung wäre, eine Sprache zu verwenden, mit der man möglichst wenig Zusatzsoftware benötigt um zu starten und man dennoch viele verschiedene Programmarten damit programmieren kann: Zum Beispiel kann man mit Javascript alle möglichen Arten von Computerprogrammen schreiben, wie Videospiele, Apps und vieles mehr!
Meiner Meinung nach gibt es keine „schwere“, alle Sprachen der 3. Generation sind leicht zu lernen. ABER: Was man überall lernen muss sind die Grundlegenden Techniken wie man diese Programmiersprachen benutzt. Diese grundlegenden Techniken möchte ich dir beibringen. Was du als  nächstes machst? DU lernst eine Sprache der 3. Generation! Am einfachsten startest du in dem ersten Element in meinem Tutorial. JETZT!