Elterninfo: Mein Kind will programmieren lernen, was nun!?

Ich nehme an Sie haben bereits Kinder?

Zunächst möchte ich sagen, dieser Artikel ist etwas schwierig für mich, da ich selber noch keine Kinder habe. Dennoch kann ich Ihnen ein paar Infos dazu geben, schließlich war ich mal eins! WARUM? Ich war das Kind, dass Programmieren lernen wollte, nur habe ich dies noch nicht mal allen erzählt. Ich werde also erstmal erzählen wie ich zum Programmieren gekommen bin. Danach nenne ich ein paar Punkte, die mir mehr geholfen hätten schneller in die Richtung zu gehen und auch schneller das ganze zu Lernen.

Der Wille

Kurz zu mir, ich habe mit ca. 6 Jahren schon am Computer gespielt (ja wirklich, ich habe Videospiele gespielt so oft ich konnte!). Im Vergleich zu heute nichts besonderes mehr, wie ich höre macht man schon in der 1. Klasse seine Hausaufgaben am Computer. Für mich war der Computer zuerst nur ein Spielzeug, die ganzen vielen Videospiele, super! Irgendwann packte mich aber das Interesse selber ein Spiel zu programmieren. Aber was sagt man den Eltern? Ich habe mich nicht getraut, denn ein Computer ist ja zum Spielen, womit man Computerspiele macht war mir unbekannt. Die Geräte sind bestimmt 10000 mal teurer als unser Computer. Als ich mich dann mal getraut habe jemanden zu fragen, hat derjenige mir gesagt: „Wenn du das lernen willst, musst du hunderte an Blättern lesen und ganz viele Bücher kaufen“. Als kleiner Junge will man nicht hunderte Blätter lesen und auch keine Bücher kaufen! Das Thema war erledigt für mich, ich wollte das nicht mehr. Lieber weiter spielen. Schade.

Das erste Programm

Erst Jahre später stieß ich auf eine HeftCD einer bekannten Spielezeitschrift (ich habe schließlich weiterhin immer gespielt).  Da drauf war ein Textspiel, also wirklich rein Text gesteuert. Man hat seinen Namen eingegeben und im Text erschien der eigene Name. Dann konnte man durch das Wählen von A B oder C auswählen, wie man in dem Text bzw. in der Geschichte fortschreitet. Ich dachte mir, wenn ich den Text hier lesen kann muss er doch irgendwo in den Dateien stehen die zum Programm gehören.
Vielleicht kann ich diesen Text ja verändern? Und vielleicht auch die ganze Geschichte!? Neugier geweckt und tatsächlich! In einer program.bas Datei versteckte sich die ganze Geschichte. Ich habe den Text geändert und das Programm gestartet. TADAAAA! Auf einmal stand in der Geschichte mein Text! Ich habe dann nach und nach alles verändert. Die Stellen an denen der Name gespeichert wurde habe ich auch gefunden und verändert, nun konnte ich auch den Wohnort speichern!
Durch dieses Rumprobieren wurde nicht nur meiner Phantasie angeregt, ich habe nebenbei gelernt wie ein Computer Programme abarbeitet. Die Sprache hieß QuickBasic.

Wie gehts weiter?

Die ersten Erfolge habe ich durch meine Neugier und Phantasie erreicht. Ich war zu der Zeit in der 6. Klasse (ist schon ein Weilchen her). Ich stieß irgendwann an eine Grenze und kam nicht mehr weiter. Die Beispielprogramme waren so komplex, dass ich durch einfaches rumprobieren nicht mehr weiterkam. Was ich auch änderte, es verhielt sich nicht so wie ich es mir dachte. Ab da brauchte ich jemanden der mir das weitere Vorgehen zeigt.
Zwei Jahre in der Sackgasse später lernte ich dann die weiteren Konzepte der Programmierung, mein Realschullehrer hat mir einen Tipp für eine echte Programmierhilfe gegeben. Einen kleinen virtuellen Roboter, den man in der Sprache Pascal programmieren konnte. Somit habe ich die Logik von Programmen verstanden und gelernt wie man ein Problem in einer Progammiersprache löst. Aber auch da kam ich an meine Grenzen. Auch hier lernte ich weitere Aspekte der Programmiersprache durch einen wirklich sehr guten Lehrer.
Das schrittweise Lernen war gut, allerdings wäre ich bereit gewesen das ganze etwas schneller zu lernen.
  • Neugier geweckt und erste Befehle hintereinander ausgeführt.
  • Roboterprobleme/Aufgaben gelöst und die Roboterlogik programmiert, wobei meine Neugier auch schon hier abgedeckt war
  • Lösen von Problemen mit C++, Arbeiten mit dem Arbeitsspeicher.
Ich hoffe Sie können sich in etwa ein Bild machen. Aber wie geht es nun weiter? Lernen Sie es selbst und bringen Sie es Ihrem Kind bei. Wenn ich einen Lehrer gehabt hätte der mich die ganze Zeit begleitet, wäre ich schneller ans Ziel gekommen. Sie müssen kein Programmierprofi werden, aber grundlegende Dinge sollten Sie beantworten können.
Ist mein Kurs für Kinder geeignet? Die jüngsten Teilnehmer im Kurs sind knapp 10 Jahre alt, ich habe den Kurs so gemacht, wie ich ihn mir als kleiner Junge früher gewünscht hätte. Alle Ecken an denen ich stehen geblieben bin behandle ich, als wenn ich es mir nochmal beibringen müsste.
Als Mentor im CoderDojo Kassel bringe ich Kindern programmieren bei und sammele dabei Erfahrungen für meine Onlinekurse.
Dort wird zum Beispiel ein Onlinekurs angeboten: Schauen Sie sich den kostenlosen Scratch Kurs für Kinder erstmal selbst an, ob der Kurs für Ihr Kind geeignet ist kann und möchte ich nicht entscheiden. Die Entscheidung liegt an Ihnen, vielleicht lernen Sie es gemeinsam? Der komplette Kurs bringt dann die Grundlagen der Programmierung mit Javascript bei. Welche Alternativen zu den Kursen von lerneProgrammieren.de es noch gibt finden Sie in diesem Artikel.
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