Wie abhängig bist du von Software?

Digitalisierung – Wie abhängig bist du von Software?

Wie abhängig bist du von Software?

Digitalisierung ist nicht nur für Unternehmen das Modewort der letzten Monate. Schaut man sich an, wie wir Privatmenschen mit Computern umgehen, kann man schnell einen Schrecken bekommen. Können wir eigentlich noch ohne Computer und vorallem ohne Software leben? Primär profitieren Unternehmen und Regierungen von den neuesten technischen Entwicklungen, wir erhalten dann oft die fertigen Produkte. Dabei kann jeder heutzutage an der Entwicklung selbst mitwirken. Was man dazu braucht und vor allem welche Vorteile man dadurch erhält erfährst du in diesem Artikel.

Was ist eigentlich Digitalisierung?

Digitalisierung ist zuerst nur der Begriff davon, dass Informationen aus unserer Welt in digitale Informationen überführt werden. Ein kleines Beispiel ist unsere heutige Kommunikation. Während man früher noch Briefe und Postkarten versenden musste oder einfach „nur“ direkt mit einer Person gesprochen hat, kann man heute über Software viel schneller und effektiver kommunizieren. Man schreibt E-Mails, versendet Whatsapp-Nachrichten, tweetet seinen Followern oder erstellt ein Video auf Youtube. Die Möglichkeiten über das Internet zu kommunizieren sind nahezu unbegrenzt und entwickeln sich ständig weiter. Unsere Kommunikation ist also bereits vollständig digitalisiert, denn mittlerweile läuft unserer Kommunikation hauptsächlich über digitalisierte Kanäle ab. Der Startschuss dafür war allerdings nicht erst das Internet, mittels Telefon und SMS haben wir auch schon vor vielen Jahren digital kommuniziert. Kommunikation ist bei der Digitalisierung nur ein Teilbereich von vielen. Weitere Bereiche sind das Einkaufen, Informationsbeschaffung, Partnersuche Unterhaltung. Letztendlich sind alle Daten, die du im Computer findest, bereits digitalisiert. Je mehr Computer- und Softwaretechnologie wir verwenden umso digitaler wird unser Leben – Und dies ist das was unter dem digitalen Wandel grob zu verstehen ist. Unternehmen und Institutionen nutzen diesen Wandel zu ihrem Vorteil, denn wer weiß wie man in diesem Wandel mitspielen kann hat die Kontrolle. Die Kontrolle über was eigentlich?

Wie oft nutzen wir heute Computer und Software?

Wie weit ist dein Smartphone jetzt gerade von dir entfernt? Möglicherweise liest du diesen Artikel gerade auf deinem Smartphone. Wahrscheinlich wirst du nicht wissen wie oft du heute bereits unbewusst draufgeschaut hast. 2014 hat eine Umfrage in Großbritanien ergeben, dass Smartphonebesitzer durchschnittlich 221 Mal am Tag auf das Smartphone schauen. 1500-Mal in der Woche. Draufschauen ist vielleicht noch nicht aussagekräftig, aber was glaubst du wie oft du die Software im Smartphone aktiv benutzt, indem du den Touchscreen antippst? Durchschnittlich 2.600 Mal am Tag, das sind 108 Interaktionen pro STUNDE. Und hier sprechen wir nur von der Technologie die vor 10 Jahren (2007) durch einen großen Computerhersteller auf den Markt gebracht wurde. Software begegnet uns allerdings nicht nur im Smartphone oder am Computer. Geld abheben, Auto fahren, Geschirr spülen. Deine Wäsche wird bereits vollautomatisch gewaschen, der Haushaltroboter ist also eigentlich schon Wirklichkeit, aber halt nicht so wie wir uns diesen in der Zukunft vorgestellt haben. Wenn wir solche Geräte benutzen, arbeiten Mikrochips für uns und diese werden gesteuert durch Software. Man könnte also schon behaupten, dass wir ständig von Software umgeben sind (falls du es nicht glaubst, probiere mal aus wie lange du ohne Strom deinen Alltag meistern kannst). Software die von Unternehmen kommt.

Warum andere bestimmen wie du täglich lebst.

Stell dir mal vor, du fährst täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Du benutzt das Fahrrad also ganz selbstverständlich. Hast du mal einen platten Reifen, kannst du den Reifen flicken, den Reifen durch einen tauschen oder das ganze einfach in der Werkstatt reparieren lassen. Die Werkstatt ist sicherlich das teuerste, aber dafür hast du deine Ruhe. Allerdings hast du die Kontrolle darüber: Was du tust oder wo du den Reifen reparieren lässt, kannst du selbst entscheiden. Wenn du nichts mit der Reparatur zu tun haben willst, bringst du es wie ein Auto in die Werkstatt und lässt es reparieren. Beim Smartphone ist es vielleicht noch einfach, denn auch das kann einfach neu kaufen. Aber passiert, wenn die Software nicht mehr so funktioniert wie du es erwartest? Auch du hast schon mal über ein Update geflucht: Das Design komplett verändert, das Lieblingsfeature verschwunden oder plötzlich auftretende Fehler. Du kannst selbst nicht entscheiden welche Funktionen du beibehälst und wenn mal etwas kaputt ist, kannst du auch nicht „mal eben“ den Bug fixen. Du wartest ab bis der Fehler mit dem nächsten Update weg ist oder suchst dir eine neue App, auf der du im schlimmsten Fall erstmal deine Daten übertragen musst. Das Thema soll gar nicht negativ klingen, aber Fakt ist, dass du die Software, die du ständig nutzt nicht einfach reparieren kannst. Es hört sich komisch an, aber tatsächlich bestimmen Software Entwickler wie du ständig lebst, denn genau diese erstellen die Programme, die du 108 Mal in der Stunde benutzt. Das ganze hört sich nun schlimm an, muss man nun etwas dagegen tun?

Was du gegen die Abhängigkeit von Programmierern tun kannst.

Die Situation, dass Menschen von einer Berufsgruppe „abhängig“ waren, gab es schon einmal und zwar bevor der Buchdruck erfunden wurde. Nur Gelehrte konnten damals Schriften lesen und schreiben. Wenn also ein „König“ etwas niederschreiben wollte, hat er seinen Schreiber gerufen. Der Schreiber hat Schriften verfasst und diese auch wieder vorgelesen. Erst als die Kirche das Wissen der Bibel verteilen wollte, haben immer mehr Menschen lesen gelernt. Durch den Buchdruck war es erstmals möglich, dass alle Menschen Lesen und damit auch Schreiben lernen konnten. Erst dieses Wissen hat es der Menschheit ermöglicht, die heutigen Technologien zu entwickeln.
Wie sieht es heute aus und was hat das mit Software zu tun? Kannst die „Grundlage“ einer jeden Software lesen und verstehen? Quelltexte sind das woraus Computerprogramme bestehen und wer Quelltext versteht, kann auch selbst Quelltext schreiben und damit programmieren.

Wenn du etwas gegen diese Abhängigkeit tun möchtest, wirst du nicht drum herum kommen programmieren zu lernen.

Das ganze hört sich im ersten Moment dramatischer an als es ist, selbst wenn du selbst programmieren kannst, würdest du es gar nicht schaffen jede Software selbst neuzuschreiben, die du benutzt. Aber das sollst du auch gar nicht. Es geht nicht darum Fehler in der Facebook-App zu beheben. Es geht auch nicht darum, dass wir alle nun Software Entwickler werden müssen. Nur weil du Lesen und Schreiben kannst, heißt das ja noch lange nicht, dass du das professionell machen musst. Aber wenn dir jemand ein Buch voller Regeln vorlegt, an die du dich ab sofort zu halten hast, ist es für dich von Vorteil, wenn du den Text verstehen und hinterfragen kannst. Genauso ist es von Vorteil, nicht nur die Software auf deinem Smartphone zu benutzen, sondern ein Verständnis davon zu bekommen was eine Software eigentlich im Hintergrund alles für dich (oder eventuell für jemanden anderen) abarbeitet. Warum braucht eine „EinkaufslistenApp“ Zugriff auf deine Kontaktliste? Schont eine „StromsparApp“ deinen Akku wirklich? Welche Daten werden ins Internet übertragen und wer kann diese Daten lesen? Wie schnell kann mein Passwort erraten werden?

Welche Vorteile dir diese Unabhängigkeit bringt

Neben der höheren Sicherheit gibt es natürlich  andere Vorteile, wenn du programmieren kannst. Die Digitalisierung ist noch nicht abgeschlossen und die technischen Entwicklungen gehen weiter. Es geht nicht darum, Geld mit einer eigenen App zu verdienen oder ein 3D-Videospiel zu erstellen. Kleine Programme können dir täglich Arbeit ersparen, wenn du Computeraufgaben automatisierst. Weitere Möglichkeiten erfährst du im eBook zur Digitalisierung. Welche Technologie unsere Gesellschaft nochmal so verändern wird, wie einst der Buchdruck, kann man noch nicht sagen, aber es gibt Favoriten dafür. Mit der Geschwindigkeit, mit der sich die Technologie verändert, werden wir diese Technologie mit Sicherheit noch miterleben. Was glaubst du? Inwiefern wird die Digitalisierung unsere Leben noch beeinflussen? Ich freue mich auf eine spannende Diskussion mit dir!

7 Gründe warum DU Programmieren lernen solltest

 

Ich finde ja jeder Mensch sollte in der heutigen Zeit programmieren lernen. Heute ist der Computer nicht mehr aus dem Leben wegzudenken und wir benutzen täglich Software die von anderen programmiert wurde. Ich würde jetzt nicht behaupten du musst wissen wie du einen Computer selber zusammenbaust und wie du die Mikroprozessoren herstellen kannst. Soweit sind wir noch nicht. Aber wie ein Programm funktioniert und wie man es umschreiben kann, sobald man einen Quellcode dafür hat, das sollte heute jeder Mensch können.
Die Gefahr ist groß, dass wir alle abhängig werden von Unternehmen und Programmierern die unsere Softwarewelt bestimmen. Was würde denn passieren, wenn ein Unternehmen wie Google die Android Plattform schließt? Welche Auswirkung hätte das auf unsere Welt? Wir würden uns einfach ein anderes System installieren und quasi alle Apps neu kaufen: Autsch! Aber genug der Gruselgeschichten.
Es gibt noch viel mehr Gründe warum du das Programmieren lernen solltest. Ich möchte dir 7 Gründe aufzeigen, falls du dich noch nicht entschieden hast.

Grund 1: „Es ist super einfach“

Danke an die Erfinder moderner Programmiersprachen! Die haben es geschafft, eine unverständliche Maschinensprache in für den Menschen verständliche Sprachen zu übersetzen. Programmieren bedeutet nichts anderes als Anweisungen geben oder anders gesagt Anweisungslisten zu schreiben. Wie so ne Liste aussehen kann, siehst du in meinem Kurs.

Grund 2: „Die eigenen Visionen und Ideen umsetzen“

Jeder der sich dafür entscheidet mit dem Programmieren anzufangen hat sie: Eine Vision oder eine Idee die er umsetzen will, sobald er programmieren gelernt hat. Das ist die Willenskraft die ein Mensch entwickelt, um dieses Ziel zu erreichen.

Grund 3: „Geld verdienen“

Na klar, es geht um Moneten. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass man mit dem Programmieren Geld verdienen kann. Ob man nun sein eigenes Programm vermarktet oder in einem Unternehmer als Software Entwickler arbeitet. Mittlerweile kann man in sogenannten App Markets seine programmierten Apps einstellen. Preis festlegen (vll. 1,77 € pro Download?) und schon kannst du Geld verdienen. Ob dein Programm das eine ist welches 1.000.000 Downloads bekommt hängt aber auch noch von anderen Faktoren ab. Ich möchte dich hier nicht mit Zahlen blenden, aber möglich ist alles.

Grund 4: „Unabhängig von anderen Programmen werden!“

Hast du schon mal stundenlang nach einem Programm gesucht, und es einfach nicht gefunden? Unglaublich, es hat sich noch kein Programmierer erbarmt die Funktion zu programmieren die du unbedingt brauchst, diese bösen Schurken! Wie wärs mit selber schreiben? Nicht immer muss man das ganze Programm selbst schreiben, man kann auch Plugins, also Zusatzmodule für Programme entwickeln. Und wenn ein Programm nicht mehr weiterentwickelt wird, kann man die Weiterentwicklung selber übernehmen oder ein Programm nach seinen Wünschen neu gestalten und programmieren.

Grund 5: „Den Computer verstehen“

Vielleicht ist das kein richtiger Grund, eher ist es eine Konsequenz. Dadurch das du Programmieren lernst, lernst du automatisch wie ein Computer arbeitet. „Ich hab 16 GB RAM“, schön. Aber was bedeutet denn 16GB Arbeitsspeicher? Und was kann der Programmierer damit machen?

Grund 6: „Karriere als Programmierer machen“

Ich hab es bereits angesprochen, möchte hier aber näher darauf eingehen. Man neben dem Geld verdienen mit eigenen Apps gibt es auch die Möglichkeit in einem Unternehmen die Karriereleiter aufzusteigen. Ob man nun als Software Entwickler anfängt oder einen anderen Bürojob hat ist egal. Der Software Entwickler programmiert Anwendungen die andere Leute brauchen. Hast du einen anderen Job, kannst du deine Arbeit mit deinen Programmen beschleunigen. Das gefällt dir, du musst nicht soviel arbeiten und deinem Chef gefällt es auch, deine Arbeit wird dennoch erledigt.
Was die Software Entwicklerbranche angeht, berichte ich in meinem persönlichen Blog, ich selbst verdiene meinen hauptsächlichen Lebensunterhalt als angestellter Software Entwickler.

Grund 7: „Man bleibt fit im Kopf“

Beschäftigt man sich mit Programmieren und schreibt Programme, beschäftigt man sich damit Probleme zu lösen. Jede Funktion kann dabei eine neue Herausforderung sein. Und jede Herausforderung erfordert eine andere neue Denkweise. Das hört sich jetzt vielleicht kompliziert und einschüchternd ein, da möchte ich dich aber beruhigen. Für jedes Problem gibt es eine passende Lösung und auch ein Programm? Wie deine Lösung aussieht entscheidest du.
Die Gründe sind vorhanden und du hast sicherlich noch andere. Aber deine Entscheidung ist bereits gefallen. Als nächstes zählt der erste Schritt.