Designs entwerfen und Programmieren Erfahrungsbericht

Designs entwerfen und programmieren – Erfahrungsbericht von Sandro Jenny

Designs entwerfen und Programmieren Erfahrungsbericht

Wenn man heutzutage als Designer tätig werden möchte, gibt es eine Menge Bereiche. Vom Graphik- und Web Design bis hin zum User Experience Design gibt es verschiedenste Möglichkeiten seine Kreativität auszuleben. Besonders im Softwarebereich ist das Thema Design nicht mehr wegzudenken. An allen Stellen eines Computerprogrammes (unabhängig ob Webseite oder App), an denen ein Benutzer interagieren kann und soll, ist es notwendig vorher herauszufinden, wie man die Oberfläche intuitiv und schön gestaltet. Besonders bei großen Projekten ist wichtig, einen erfahrenen Designer an Board zu haben. Wieviel Programmierung man als Designer beherrschen muss und wie der Webworker Sandro Jenny programmieren gelernt hat, erfährst du in diesem kurzen Interview.

Arek: Hi Sandro, du beitreibst die Webseite https://sandrojenny.com/ und bist Web-, Graphic-Designer und Produktmanager. Was würdest du sagen wie dein normaler Arbeitstag aussieht?

Sandro: Wie du selbst schön beschrieben hast, bewege ich mich in sehr vielen Tätigkeitsfeldern.
Heute würde auch die Bezeichnung User Experience Designer ziemlich gut passen, weil ich in meinem Job häufig versuche die komplette Customer Journey eines Kunden positiv zu beeinflussen.
(Anmerkung von Arek): Mit Customer Journey ist die „Reise“ eines Benutzers innerhalb einer Webseite oder anderer Software gemeint. Man plant und optimiert damit die Oberflächen und Inhalte, damit der Benutzer die Software intuitiv und angenehm empfindet.

Arek: Wie wichtig ist das Programmieren in deinem Beruf?

Sandro: Es spielt eher noch eine Nebenrolle, wenn auch eine sehr wichtige. Theoretisch könnte ich viele meiner Tasks einfach auslagern und programmieren lassen, aber manchmal ist man einfach schneller und es ist günstiger wenn man alles selbst programmiert. Je mehr Erfahrung ich habe, desto mehr setze ich selbst um. Es wird also immer wichtiger und ich möchte mich vor allem in Sachen Security und Performance noch steigern und vermehrt nach guten Patterns programmieren anstatt zu improvisieren.

Arek: An was arbeitest du gerade? Was programmierst du dabei?

Sandro: Aktuell arbeite ich auf meinem Job an einigen Webseiten. Nebenbei baue ich eine Plattform für webworker. Wir zeigen dort Webdesigner und anderen Selbständigen wie sie mit User Experience Design erfolgreiche Webseiten und digitale Produkte erstellen und vermarkten. (Den Link liefere ich dir nach).

Arek: Warum und wie hast du mit dem Programmieren angefangen?

Sandro: Wenn ich etwas Cooles sehe möchte ich das meistens selbst auch umsetzen können. Das war meine Hauptmotivation mit dem Programmieren anzufangen. Vor etwa 10 Jahren als ich einige coole Apps im Netz gesehen habe, habe ich versucht diese nachzuprogrammieren. Das waren meine Anfänge.

Arek: Wie lange hast du gebraucht und was war dein erstes Programm?

Sandro: Das ist lange her und früher habe ich viel weniger effizient gearbeitet als heute. Ich habe also ewig an so einem Eishockey-Manager-Online-Game programmiert. Weil ich viel zuviel auf einmal wollte wurde das Projekt auch nie fertig.

Arek: Was waren die größten Schwierigkeiten und wie hast du das gemeistert?

Sandro: Ich habe mir wie gesagt immer viel zu große Projekte vorgenommen. Diese Schwierigkeit war damals unüberwindbar, weil man eigentlich ein Entwicklerteam von etwa 10 Programmierern hätte haben müssen und damit klar zu kommen. Heute arbeite ich in kurzen Iterationen und nehme mir realistische Projekte vor.

Arek: Gibt es etwas besonderes und vielleicht einen Bezug zu lerneProgrammieren.de?

Sandro: Die Fortgeschrittenen-Kurse von lerneProgrammieren.de haben mir noch einige entscheidende Hinweise gegeben um noch einen Schritt weiter zu kommen. Hätte ich lerneProgrammieren vor 10 Jahren gehabt, hätte ich mir viel Ärger ersparen können, weil die meisten Tutorials im Web nicht so praxisorientiert sind.

Arek: Deine Tipps für einen Einsteiger?

Sandro: Dranbleiben! Die Lernkurve ist nach den ersten Erfolgen relativ steil und es kann frustrierend sein, wenn man lernt und lernt und die Fortschritte nicht mehr so klar sichtbar sind. Ausserdem sollte man sich kleine Projekte vornehmen und versuchen Praxisbeispiele nachzuprogrammieren. Z.B. mal ein bestehendes Slider-Script auseinander nehmen und nachprogrammieren. Damit lernt man am meisten.

Arek: Dürfen dich Anfänger befragen und kontaktieren?

Sandro: Auf Twitter einfach nach «sandrojenny» suchen und wenn ihr etwas über das Erstellen einer erfolgreichen Webseite oder User Experience Design wissen wollt, kommt ihr am besten in eine meiner Facebook Gruppen:

In diesen Gruppen erfährt man auch wenn das webworker Projekt online geht.

Arek: Vielen dank Sandro für deine wertvolle Zeit, ich denke, dass du damit vielen Einsteigern geholfen hast!